Süßes für die Süßen!

Man rutscht auf dem Stuhl hin und her, rauft sich die Haare und knallt plötzlich mit dem Kopf auf die Tastatur.

Kennt ihr dieses Szenario auch? Es gibt mehrere Probleme, die die oben genannte Situation auslösen können.

– Ihr seid eindeutig unterzuckert.
– Ihr wollt unbedingt mal wieder was Süßes essen, aber mögt keine Gelatine und sonstige rätselhafte Inhaltsstoffe.
– Ihr habt keinen Spaß an der zu erledigenden Tätigkeit.
oder
– ihr wollt euren Liebsten ein schönes Geschenk machen.

Hier kommt die Antwort auf all diese schwierigen Fragen.

selbstgemachte Fruchtgelee – Herzen!! Süßes1

Ich wollte das Fruchtgelee schon lange ausprobieren, bin aber nie wirklich dazu gekommen. Nun habe ich einen tollen Grund gehabt, dass ganze schnellstmöglich zu erledigen. Die liebe Claudia von Geschmeidige Köstlichkeiten hat zu einem fabelhaften Blog-Event aufgerufen. Dabei soll sich alles um zubereitete Lebensmittel drehen, die man als Smooth Food bezeichnen kann.
Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)

Ich weiß, dass meine Omas und mein Opa immer über chemisch schmeckende, aber vor allem auch über klebrige Süßigkeiten meckern. Und ich als ehemalige Zahnspangenträgerin kann aus Erfahrung sprechen, wie nervig es ist, wenn alles an den Zähnen hängen bleibt. Grauenhaft waren auch immer die Zeiten, wenn der Kieferorthopädie die leidige Zahnspange fester geschnürt hat – als würde einem der Kiefer brennen.

Für all diese Beschwerden und einem Japs auf Süßes, aber ganz sicher nicht bei kariösen Zahnschmerzen, empfehle ich diese süßen Herzen.

Ich habe zweierlei Chaos in der Küche veranstaltet sodass ich mit fruchtigen Erdbeer-Gelees und halsschmerzenlindernden Apfel-Ingwer-Gelees aufwarten kann.

Die Zubereitungszeit der Herzen beträgt circa 45 Minuten. (+ mehrere Stunden fürs Festwerden)
Aus der Masse, die ich hier ins Rezept trage erhaltet ihr circa 500 Gramm Leckerei ;)

Süßes3Ihr benötigt:
– eine rechteckige Back- oder Auflaufform (20×20 cm)
– Backpapier
– einen Pinsel
– ein paar Tropfen neutrales Öl – z.B. Sonnenblumenöl
– 300 Gramm Früchte (erlaubt sind alle Früchte, aus denen man auch Marmelade machen kann)
– 350 Gramm Gelierzucker 1:1
– 2 EL Zitronensaft
– Kristallzucker zum Wälzen

Zunächst solltet ihr die Back- oder Auflaufform mit dem Backpapier auslegen. Am besten so, dass die Ränder des Backpapiers überstehen, so könnt ihr das Gelee später besser aus der Form heben.
Das Backpapier streicht ihr zusätzlich noch mit etwas Öl ein, dann flutscht es nachher besser vom Papier.

Für das Erdbeer-Gelee habe ich 300 Gramm Tiefkühlerdbeeren aufgetaut und in einem Topf leicht erhitzt, sodass sie besser durch den Pürierstab gehen. Wenn die Beeren etwas weicher geworden sind, wird alles schön durchpüriert. Da die Nüsse der Erdbeere noch entfernt werden müssen, damit sie nachher im Fruchtgelee nicht stören, muss die Masse noch durch ein Sieb passiert werden.
Danach wird die Masse mit 350 Gramm des Gelierzuckers (oder immer 50 Gramm mehr als das Gewicht der Frucht) für mindestens 20 Minuten zum Köcheln auf den Herd verbannt.
Nach der Gelierprobe (Ihr nehmt etwas von der Zucker-Fruchtmasse aus dem Topf und gebt es auf einen kleinen Teller, dabei sollte die Masse in diesem Fall sofort fest werden.) schüttet ihr die Masse in die vorgefertigte Form und lasst es ein paar Stunden kräftig anziehen.

Ich habe circa 5 Stunden vor der Backform gehockt und immer wieder mit dem Finger auf der Masse umhergedrückt. Ich kann sagen, es dauert einfach ein bisschen.

Beim Apfel-Ingwer-Gelee bin ich ähnlich vorgegangen. Dabei habe ich circa 300 Gramm süß-saftigen Apfel geschält, entkernt und in kleine Stücke gewürfelt. Dazu circa ein kleines Stück von circa 3cm Ingwer ebenfalls gewürfelt und alles zusammen in den Topf gegeben. Nach kurzer Zeit püriert und ansonsten ebenso verfahren wie beim Erdbeer-Gelee.
Auch hier hat das Festwerden sooooo lange gebraucht.

Süßes4

Wenn alles fertig ist, geht die Fummelarbeit los ;) Dann wird alles aus der Form gehoben, in Stücke geschnitten oder mit Hilfe von Backförmchen ausgestochen (fettet die Backförmchen vorher ein) und in Zucker gewälzt.

Vorsicht bei der Lagerung! Die Herzchen haben sich so gern, dass sie gerne kuscheln und sich dann auch nicht mehr trennen wollen. Die süßen Stücke halten sich angeblich bei luftdichter Verpackung und im Kühlschrank einige Tage, aber wer lässt die Herzchen schon so lange alleine im dunklen Kühlschrank liegen?

Ich kann sagen, dass die Apfel-Ingwer-Stücke meine absoluten Lieblinge sind, aber auch die Erdbeeren sind der Wahnsinn und das alles ohne chemischen Geschmack. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber die sind sicher auch super bei Halsschmerzen und Schluckbeschwerden.

Meine Omas und mein Opa können sich auf jeden Fall schon mal auf Süßes freuen, wenn ich demnächst in die Heimat komme :)

Ich wünsche ein herziges Omnomnom und gucke jetzt mal nach meinen Herzchen, die sollen ja schließlich nicht schlecht werden.

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2 Gedanken zu “Süßes für die Süßen!

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