Tortellini in „nur“ 4 Stunden :D

Ich habe mal wieder meine Nudelmaschine ausgepackt. So langsam wollte sie verstauben und da dachte ich mir, mach doch mal wieder Nudeln. 

Ehrlich gesagt, ich wusste danach wieder, warum sie schon langsam staub ansetzte. 4 Stunden in Worten, vier Stunden stand ich in der Küche. Gleich vorweg. Es hat sich gelohnt und ich hatte Hörspiel-hörend und Tortellini-bastelnd eine Menge Spaß. Ehrlich! Ach ja und lecker war es dazu auch noch. Aber fange ich vorne an, morgens – früh morgens.

Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker. Ich brauche meine 1 1/2 Stunden zum gemütlichen Frühstücken und Internet-aus-lesen. So setzte ich um 8 Uhr den Teig an. 

Für den Teig habe ich wie immer 300 Gramm Mehl, 3 Eier, einen Tl Olivenöl und 1 Tl Salz zusammengeknetet. Dabei hängt der meiste Teig an und vor allem zwischen den Fingern, buhaaaaa. Schrecklich. Aber nach gefühlten 2 Stunden kneten, hat der Teig die optimale Konsistenz angenommen, um sich von meinen durchaus entzückenden Fingern zu trennen und von mir, zur Kugel geformt, in Frischhaltefolie wickeln zu lassen. Nach dieser anstregenden Kneterei muss der Teigklumpen in den Kühlschrank und ich ins Bett. Denkste!

Nun muss die Füllung für die – bis dahin noch vorgehabten – Ravioli vorbereitet werden. Leider habe ich keine genauen Angaben für die Mengen, sondern wie immer einfach alles nach Gefühl zusammen gemischt. Es macht aber auch gar nichts aus, wenn man am Schluss noch etwas übrig hat, da die Füllung auch prima aufs Brot passt.

  • neutraler Frischkäse
  • Rucola, fein hacken
  • getrocknete Tomaten (davon gerne etwas mehr, geben so einen schönen Geschmack), fein würfeln
  • lecker angeröstete Sonnenblumenkerne (für den schönen Biss)
  • Rosmarin, frisch und fein gehackt
  • Salz, Pfeffer 

Füllung

Alles schön vermengen und natürlich probieren. Vorsicht! Gefahr alles schon vorher zu verputzen.

Nachdem der Teig sich ausgeruht hat, ihr merkt es daran, dass er euren ganzen Kühlschrank auf den Kopf stellt und gegen die Kühlschranktür donnert und rumpöbelt, also nach circa einer Stunde (je länger desto besser), könnt ihr ihn aus dem kalt-dunklen Raum und seiner Zwangsjacke aus Frischhaltefolie entfernen und in Stücke zerschnitten durch die Nudelmaschine quetschen. Falls keine Nudelmaschine vorhanden, tuts auch ein Nudelholz, dass ihn auf den Boden der Tatsachen drückt.

Nun kommt mein absoluter Lieblingsteil. Der auf wenige Millimeter gequälte Teig wird mit einem runden scharf-bezahnten Ausstecher, zu kleinen Kreisen gestanzt. Etwas Füllung drauf und zusammenklappen. Was fällt mir da ein, ich mache mir ja Tortellini roh1nun schon zwei Stunden die Mühe, also warum nicht die kleinen Teigtaschen (Raviolis) zu noch friemeligeren und kleineren Kuchen (Tortellinis) formen? Na klar! Dazu werden auch einfach nur die Ecken der Ravioli nach hinten zusammengedrückt und fertig! Also so viel mehr Mühe war es auch nicht. Zwischendurch musste der gequälte und mit Füllung vollgestopfte Teig auch noch zu dem ein oder anderen Fotoshooting antreten und sich vorm Fenster ablichten lassen.

Nun zum Garen. Nachdem der Teig schon gründlich gequält wurde, gab es ein entspannt vor sich hin blubberndes Wellnessbad im leicht siedenden Wasser. Sobald sich die kleinen Teigtäschchen schreiend an der Oberfläche tummelten, wurden sie von mir erlöst um gleich darauf in der buttrigen Pfanne zu landen. Hier schwamm schon ein Rosmarinzweig, der ihnen als Leidensgenosse beiseite stand. 

Schön gebräunt, wie aus einem Sommerurlaub, kamen die kleinen Täschchen schließlich auf den Teller. Parmesan und geröstete Sonnenblumenkerne schenkten dem Ganzen eine prickelnde Gesellschaft und rundeten das Treffen köstlich ab.

Tortellini fertig2

Vier Stunden waren vergangen! Aber es hat sich wie jedes Mal gelohnt, weshalb wir immer noch in köstlicher Erinnerung an unsere kleinen Täschchen schwelgen und uns die dicken Bäuche reiben.

Ein herzliches Omnomnom und viel Spaß beim Teig quälen.

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